Wochenplanarbeit

Läuft man am Mittwochmorgen um kurz vor 8 Uhr, also vor dem offiziellen Schulbeginn, durchs Schulhaus, stehen sämtliche Klassenzimmertüren offen, in allen Räumen, auf den Garderobebänken und auch an den Gruppentischen im Flur findet man arbeitende Kinder. Alle Laptoparbeitsplätze im Computerraum sind mit Schülern aus unterschiedlichen Klassen besetzt, jeder arbeitet, aber viele arbeiten an ganz unterschiedlichen Aufgaben. Was hier los ist? Ganz einfach – alle Klassen haben eine ihrer drei bzw. vier Wochenplanstunden. In dieser Zeit kann jeder die Reihenfolge der vorgegebenen Wochenplanaufträge selbst bestimmen, darf seinen Sitzplatz frei wählen und alleine, mit einem Partner oder in der Gruppe arbeiten. Innerhalb einer bestimmten Zeit müssen alle Aufträge erledigt sein, für schnelle Schüler gibt es Zusatzangebote. Neben schriftlichen Arbeiten umfasst der Wochenplan immer Recherche- und Übungsaufgaben am Computer, auch regelmäßiges Experimentieren und kreative Angebote sind mit eingebaut. Die Wochenplanmappen werden von den Lehrkräften kontrolliert, jeder Schüler erhält eine individuelle Rückmeldung zu seiner Arbeit. Diese freiere Form des Arbeitens mit vielen Wahlmöglichkeiten wird von den Kindern sehr geschätzt und ist für die Lehrer ein unverzichtbarer Baustein des Unterrichts in jahrgangsgemischten Klassen.